Gegen den Tag - Ku-Klux-Klan und Kugelblitz
Otto
ottosell at googlemail.com
Fri Jun 13 02:44:00 CDT 2008
Ku-Klux-Klan und Kugelblitz
Mit seinem jüngsten Roman, „Gegen den Tag", hat Thomas Pynchon eine
historische Lücke seiner epischen Konstruktion geschlossen. „Die Enden
der Parabel" handeln vom Zweiten Weltkrieg, „Vineland" vom Anfang und
Ende Amerikas, und „Mason und Dixon" von dessen Vermessung. Es fehlte
also nur noch die Geschichte vom Aufbruch in die Moderne. „It's always
night, or we wouldn't need light" lautet das Motto von Thelonious
Monk, der für seine Reise um die Welt allerdings nur ein Klavier und
keine 1600 Seiten benötigte.
(...)
„Sie fliegen der Gnade entgegen", lautet der letzte Satz. Thomas
Pynchon hat mit „Gegen den Tag" wie kein anderer zeitgenössischer
Autor demonstriert, dass die Welten von Naturwissenschaft,
Gesellschaftskritik und Trash nahtlos ineinander übergehen können. Und
so ist das Buch auch ein Beweis dafür, dass in der Literatur noch
immer alles geh
Erich Klein im Falter | Wien 24/2008 vom 11.6.2008 (Seite 25)
http://www.falter.at/web/shop/detail.php?id=26873&SESSID=6fd9d088ce3fc941a0f80efe7d79d67d
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