np Michael Ende
Otto
ottosell at googlemail.com
Fri Feb 6 10:38:46 CST 2009
"Am Anfang stand eigentlich eine ganz harmlose Auffälligkeit"
"FAZ"-Redakteurin Voss über den Zusammenhang von Michael Endes
Kinderbuch "Jim Knopf" und Charles Darwin
Julia Voss im Gespräch mit Holger Hettinger
Die Kunsthistorikerin Julia Voss hat herausgefunden, dass sich in
Michael Endes Kinderbuch "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer"
sehr viele Querverweise auf den Evolutionsforscher Charles Darwin
finden lassen. Jemmy Button aus dem Werk von Charles Darwin sei
"übersetzt Jim Knopf", sagte die Redakteurin der "Frankfurter
Allgemeinen Zeitung".
(...)
Ihre These: Die Geschichte von Jim Knopf und Lukas dem Lokomotivführer
ist ein Gegenentwurf zur nationalsozialistischen Rasseideologie, wie
sie im Dritten Reich unter Berufung auf die Thesen von Charles Darwin
an den Schulen vermittelt wurde.
(...)
Hettinger: Das würde bedeuten, Michael Ende war keineswegs der
fantasiebegabte Fabulierer und der Schöpfer dieser farbenprächtigen
Märchenwelten, als der er oft gesehen wird?
Voss: Ja, er ist natürlich beides. Aber ich muss sagen, ich war sehr
beeindruckt, nachdem ich mich durch diesen "Jim Knopf" noch mal
durchgefräst habe, man tatsächlich diese ganze Symbolik so
entschlüsseln kann. Ich war sehr beeindruckt, dass eben Michael Ende
nicht nur ein guter Fantast ist und es versteht, lustige Szenen
aneinanderzuhängen, sondern dass tatsächlich ein so großer und
durchdachter Kosmos dahintersteht und wirklich dieser bewusste
Versuch, einen Gegenmythos in Gang zu setzen.
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http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2009/02/02/drk_20090202_0909_78e471d4.mp3
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http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/913307/
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